Chronik

Chronik 
DJK SG Eintracht Kaiserslautern e.V.

Vereinsgeschichte

Bereits im Jahre 1919 bedingt durch die damaligen Verhältnisse, unter
dem damaligen Namen der DJK (Deutscher Jugendkraft) in Kaiserslautern
eine Sportgemeinschaft gegründet, die, fern von jedem Materiellen dem
olympischen Geist Rechnung tragend, die Freizeitgestaltung und den Sport
in den Dienst des Körpers stellte. Dabei beachtend,daß nicht der Spitzen-
könner sondern die Breitenarbeit und das Ideelle die Oberhand behält.

Als erster Sportplatz stand damals an der Salingsmühle – östlich am Stadtrand –
ein Grundstück zur Verfügung, das alles andere als für das ‚Ballspiel ideal zu
bezeichnen war. Und doch vermag diese Fleckchen Erde von mach großer
Leistung zu berichten. In loser Gemeinschaft erstreckten sich die damaligen
sportlichen Beziehungen weit über die Diözese Speyer und das Saargebiet
hinaus. Das Reichstreffen 1925 in Nürnberg war ein Höhepunkt im Vereins-
geschehen.

1926, als die Stadt Kaiserslautern am Ausstellungsgelände andere Sportan-
lagen erstellte , vermochte auch die DJK Kaiserslautern sich mehr ins Rampen –
licht des Sportgeschehens zu schieben und als Teilnehmer an den Sportveran –
staltungen des Stadtverbandes für Leibesübungen Kaiserslautern manch
schönen Erfolg erzielen.

Der Spielbetrieb mußte 1929 an der Salingsmühle eingestellt werden. Die DJK
wurde auf die Radrennbahn an der Eselsfürth verwiesen, wo sie sich im weiten
Oval der Rennbahn mit Fuß- und Handballspiel beschäftigen konnte.

Dieser Interimszustand wurde im Jahre 1930 beendet, als im Buchenlochfeld –
Ende Pfaffenbergstraße – im Geiste echter Kameradschaft eine mustergültige
Sportplatzanlage (mit 400 m Laufbahn) geschaffen wurde, die zu jener Zeit
ihresgleichen suchte. Das Vereinsgeschehen nahm einen ungeahnten
Aufschwung.

Nicht lange durfte sich die DJK dieser Anlage erfreuen. Das Verbot 1933 und die
nachfolgende Gleichschaltung aller Sportvereine durch die NSDAP bedeutete
das AUS für die DJK Kaiserslautern. Das so geschaffene und in eigener
Regie erstandene Sportplatzgelände wurde enteignet, die Geräte und das übrige
Vermögen von der Partei beschlagnahmt.

Jedoch, der Geist der DJK war nicht erloschen. Ende der Kriegsereignisse 1945
wurde auch der Name „DJK“ wieder wach, aber die Besatzungsmächte
untersagten die Gründung aus staatsfeindlichen Gründen „. Langsam wurden
durch die Siegermächte im politischen sowie im sportlichen Raum die Fesseln
gelockert und die DJK wieder zugelassene Einige „Alten und eine Handvoll
Jungmänner“ ließen von dem alten DJK-Gedanken nicht und gründeten in
langwierigen Verhandlungen 1953 die DJK Sportgemeinschaft Eintracht Kaiserslautern e.V.

Diese Gemeinschaft wurde Mitglied des Hauptverbandes
der DJK in Düsseldorf, Mitglied des Deutschen Sportbundes – Pfalz –
gleichzeitig in die große Gemeinschaft des DFB (Deutscher Fußballbund)
aufgenommen.

Als Sportplatzanlage stand das „unvollendete“ Gelände an der Bremerstraße
(Waldschlößchen) – Eigentum der Deutschen Bundesbahn – zur Verfügung.
In mühevoller Kleinarbeit wurde die als Schutthalde und Olympiaplätzchen
bekannte Anlage in Verbindung mit amerikanischer Hilfe und der Parkbrauerei
Pirmasens -Zweibrücken zu einer Stätte für Sport, Spiel und Erholung
ausgebaut. Sie war wohl klein, aber für die Bedürfnisse der DJK reichte es.
Nichts wurde vergessen ! Ein Kinderspielplatz wurde eingeplant, um unsere
Kleinsten fern von Lärm und den Gefahren der Straße in frohem Spiel zu wissen.

Ja, die “ Hütt “ ! Das Vereinsheim wurde erstellt. Sie war Mittelpunkt des
Vereinslebens und gleichzeitig Versammlungsraum unserer durch Hungerjahre
so schwer geprüften Jugend. Das Vereinsleben erhielt Niveau und
allen Sportvereinen, auch den großen, stark beachtet.

Kaum erkennbar für den Außenstehenden hat sich in dieser Zeit trotz großer
und größter Schwierigkeiten ein Sportleben entfaltet, das gemessen an den
Erfolgen sehr beneidet wurde. Daten und Ereignisse der Vergangenheit, die
vereinsintern in Verbindung mit internationalen Jugendturnieren durchgeführt
wurden, waren oft dem üblichen Sportgeschehen in Rheinland-Pfalz weit voraus
und gaben der Vereinsjugendarbeit ein besonderes Gepräge. Hier waren opfer
an Kraft, Opfer an Geld und an selbstloser Hingabe Inhalt der Jugendarbeit.

Inmitten dieser ersprießlichen Aufbauarbeit wurde die Vereinsführung von der
Deutschen Bundesbahn verständigt, daß der Sportplatz spätestens bis zum
Herbst 1959 zu räumen wäre. Grund : Die Anlage werde zum Wohnungsbau für
die Bediensteten der Deutschen Bundesbahn benötigt. Die Verhandlungen
waren schwierig und drohten der DJK endgültig den Gnadenstoß zu versetzen.

Viele Köpfe versuchten zu helfen, aber Ausweichmöglichkeiten waren keine zu
finden. Die rührige Vereinsführung, auf die Schwierigkeiten und die
Notwendigkeit der Existenz der DJK in Kaiserslautern hinweisend, trat im Herbst
1959 mit der Stadtverwaltung Kaiserslautern erneut in Unterhandlung.
Das Entgegenkommen der Stadtverwaltung fand überraschend große Resonanz.
Die DJK SG Eintracht Kaiserslautern e. V. bekam an der Entersweilerstraße,
unweit des Ausstellungsgeländes, links der Bahnstrecke Kaiserslautern –
Hochspeyer, ein stadteigenes Gelände von ca. 3 ha pachtweise zugewiesen.
Stadtverwaltung und Vereinsführung schlossen die entsprechenden Verträge ab.

Nun wurde in das große bunte Bild der Vereinsgeschichte der DJK ein neuer Mosaikstein eingefügt
und von vielen Wegen der beste gewählt. Sofort begann man mit den notwendigen Baumaßnahmen. Nach dem ersten Spatenstich gab es
für Alt und Jung in freiwilliger Gemeinschaftsarbeit sehr viel zu tun. Es mußte nicht nur das neue Gelände nach den Plänen bearbeitet,
sondern auch das Alte abgebaut und die noch vorhandenen Vermögenswerte sinnvoll untergebracht werden.
Hierbei waren die Amerikaner mit ihren schweren Baugeräten sehr behilflich. Die 24.Ing Gruppe – 377 Ing. komp. – von der Kleber-Kaserne –
hat sich besonders bewährt. Ohne die Tat dieser Einheit wären viele Gedanken und Maßnahmen unmöglich oder zumindest auf lange Sicht nicht
durchführbar gewesen. Auch den Sportverbänden, den Südwestdeutschen Fußballverband, der Diözese Speyer und nicht zuletzt den vielen Helfern
– Bausteinaktion – sei an dieser Stelle Dank gesagt.

Im Juni 1961 war es dann soweit, daß der alte Platz aufgegeben und der neue bezogen wurde.
Wohl fehlte noch manchen, aber mit Einsicht und Geduld wurden die Belange gemeistert. Heilfroh nahm die sportbegeisterte Jugend
diese opfer auf sich und trat stets, wo auch immer es war, für den Sport und die DJK-Arbeit selbstlos ein.
Weiter sei nicht zuletzt an die Opfer der „Alten Herren“ gedacht, die durch persönlichen Einsatz und unter Mithilfe der
der DJK angeschlossenen Firmenmannschaft des E-Werkes der Stadt Kaiserslautern die Baumaßnahme entscheidend beeinflußten
und die Resonanz der DJK an die richtige Stelle setzen.

Nach der Sportplatzfrage wurde (Ins Vereinsheim nicht nur eine Frage, sondern
eine unbedingte Notwendigkeit. Über die Planung und den weiteren Verlauf
dieser Maßnahme berichtet der Chronist an anderer Stelle. Es sei nur soviel
erwähnt, daß mit denn Bau 1963 begonnen wurde und dank der großzügigen
Unterstützung der öffentlichen Hand, der Diözese Speyer, der Park-Brauerei
Pirmasens-Zweibrücken, der Stadtverwaltung Kaiserslautern, der Pfälzischen
Getränke GmbH Kaiserslautern und der Sportverbände von ‚Rheinland-Pfalz,
das Clubhaus erstellt werden konnte, ein Schmuckstück der ganzen Sportplatzanlage.

Viele Gedanken und Maßnahmen wären noch zu ergreifen, wie dieses Mosaik
gestaltet und ausgebaut werden könnte. Dies sei aber der Zukunft und der
tüchtigen Vereinsjugend vorbehalten ; dürfte aber trotz Bestehends einiger
Schwierigkeiten kein Zukunftsproblem sein.

Kurzum, das Motto „nicht jammern sondern handeln“ zieht sich wie ein roter Faden durch den Vereinsalltag.
Die erste Fußballmannschaft kann in dieser Runde den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte landen. Platz drei heißt das große Ziel in der A-Klasse Nord. Damit würde die junge Truppe in die Bezirksliga aufsteigen, wenn´s klappt, geht die Welt auch nicht unter. Bei einem Aufstieg wird der Verein kein Abenteuer eingehen. Gehälter, Prämien und selbst Fahrgeld sind ein absolutes Tabu.

Von diesem ehernen Grundsatz wird der Verein keinen Pfennig abdrücken. Da stecken die Eintrachtler ihr Geld lieber in den frisch gesäten Rasenplatz.

Eine Damenmannschaft und drei Betriebssportgemeinschaften ergänzen übrigens die Palette Fußball. Die Teams des Roten Kreuzes, von Eintracht 6 und den Verkehrsbetrieben sind in der Entersweilerstraße heimisch geworden.
Dort ist der Club seit den 60er Jahren zu Hause. Bis heute hat sich in Sachen Zufahrtsweg überhaupt nichts getan. Eine enge Gasse schlängelt sich zwischen einer Kleingartenanlage hinauf zu den Sportstätten. Kommt ein Fahrzeug entgegen, muss rangiert werden, ist ein gutes Auge gefragt. Nur an wenigen Stellen können zwei Autos einander passieren. Mit den Vorschlägen des Vereins – ein zweiter Zufahrtsweg, Geländetausch mit Bundesbahn oder Kleingartenverein – konnten sich die Verantwortlichen im Rathaus bislang nicht anfreunden. Auf einen konkreten Verbesserungsvorschlag der Stadtväter wartet die Eintracht bislang vergeblich.

Zurück zum Vereinsnamen, genauer gesagt dem DJK, und damit zur Geschichte des Klubs. Das Kürzel DJK steht für Deutsche Jugendkraft, ein Sportverband der katholischen Kirche. Die Wurzeln der Eintracht sind in dieser Tradition zu suchen. 1924 gründeten Mitglieder der Pfarrei Maria Schutz den Klub. Von den Nationalsozialisten 1933 verboten, gab es 1953 einen Neuanfang. Diese Vergangenheit lebt weiter, auch wenn die Unterschiede immer mehr verschwinden. Die Konfession spielt längst keine Rolle mehr. Den älteren Mitgliedern zuliebe wird die DJK – Mitgliedschaft gepflegt. Der Führungsstil orientiert sich am christlichen Denken. Und wenn Tennisplätze oder Squashcourts finanziert werden müssen, winkt als Dankeschön ein vergünstigter Kredit bei der Hausbank der katholischen Kirche.

 

Ein Verein auf der richtigen Straße

Im Osten der Stadt Kaiserslautern tut sich etwas. Die SG DJK Eintracht Kaiserslautern ist im Kommen. Die Fußballer klopfen an das Tor der Bezirksliga. Dank einer rührigen Jugendarbeit, die auch das Vereinsleben in den anderen Abteilungen prägt. Von der Zukunft ist dem Club deshalb nicht bange. Der Verein spielt lieber den Trendsetter. An der Entersweilerstraße soll in Kürze Kaiserslauterns erstes Squashcenter entstehen, das nicht nur kommerziellen Interessen dient.

Das Projekt Squash ist ein Musterbeispiel für Vereinspolitik bei der SG Eintracht.
Während andere Vereine über Nachwuchssorgen jammern, macht sich der Vorstand seine Gedanken und handelt. Wie bleibt ein Sportverein vor Pillenknick und Konsumgesellschaft attraktiv, fragten sich die „Macher“. Wie lässt sich das finanzieren?

Die Lösung war eigentlich ganz einfach. Schießen doch Squashcenter wie Pilze aus dem Boden.
Saftige Preise sind die Regel und schließlich soll Sport im Verein am schönsten sein, glaubt man zumindest der Werbekampagne des Deutschen Sportbundes. Wo reifen solche Ideen? In der Führungsetage ist Understatement angesagt. Bescheiden verweisen die Herren auf Kontinuität als Erfolgsrezept. Und in der Tat. Die Marke ist rekordverdächtig. Seit 12 Jahren steuern Vorsitzender Ingo Stark und Paul Korch das Vereinsschiff. Karl-Heinz Hubrich, Rudi Hirth und Ehrenvorsitzender Adolf Burger komplettieren das Vorstandsquintett.

Immer noch schwimmt die Eintracht auf der Erfolgswelle. Von den Traditionsvereinen in der Nachbarschaft spricht niemand mehr. Die meisten Jugendspieler in der Umgebung stellt nicht der VFL, nicht der ASV und nicht einmal der ruhmreiche VFR.

Alle Jugendklassen sind bei der Eintracht besetzt. Bis vor kurzem jagte sogar eine zweite A – Jugend hinter dem runden Leder her. SG DJK Eintracht Kaiserslautern, so der komplette Vereinsname. Von dem DJK soll später die Rede sein. SG steht für Sportgemeinschaft und als solche verstehen sich die Mitglieder auch. Futterneid zwischen den Abteilungen Fußball, Kegeln, Tennis, Gymnastik und Wandern ist ein Fremdwort. Die einzelnen Sparten sind nicht ein Verein im Verein. Wenn ein Grillfest steigt, dann machen das nicht die Fußballer oder die Kegler, sondern eben alle Mitglieder der Sportgemeinschaft. 1975 bescherte der Bau der Kegelbahn rund 60 Mitglieder und viele Freunde.

Etliche Cliquen und Grüppchen visieren alle Neune an. Das Vereinsheim wird zum Kommunikationszentrum. Eine Investition, die sich längst amortisiert hat. Die Kegelbahn als Geldhahn. Nach dem Projekt Tennisplätze durfte der Schatzmeister wieder 50 Neuanmeldungen entgegennehmen. Die 500er – Schallmauer ist damit durchbrochen. Und Squashspieler werden sich wohl ebenfalls finden lassen.

Die Pläne für die Squashanlage liegen in der Schublade. Dabei wollen die Verantwortlichen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Umkleidekabinen für die Tennisspieler sollen entstehen. Dafür gibt’s nämlich Zuschüsse der öffentlichen Hand. Mit dem Ja-Wort von Stadt und Land wird der Spatenstich erfolgen. Die zwei oder vier – beim zweiten Bauabschnitt – Squashcourts spielen die Kosten durch Miteinnahmen wieder ein. Die Kegelbahn lässt grüßen. Doch die Rechenkünstler denken noch weiter. Die Renovierung des Vereinsheimes ist nämlich überfällig. Das Dach ist undicht. Keine Frage, daß hier auch etwas geschieht. Eigenleistungen machen aus dem Millionenprojekt eine erschwingliche Sache. Mitglieder vom Fach, also Architekten, Maurermeister oder Zimmerleute, haben ihre Hilfe versprochen.

 

DJK SG Eintracht Kaiserslautern – Damenelf

Im Januar 1981 entschloss sich die DJK SG Eintracht Kaiserslautern, eine Damenfußballmannschaft zu gründen.
Nach vielen Startschwierigkeiten wurde im August 1981 mit folgender Mannschaft der Spielbetrieb aufgenommen:
Elke Franzreb, Petra Heider (Reinartz), Sabine Kämmer, Iris Huy, Ilona Seel, Jutta Johns, Lolita Pusch, Barbara Jung, Monika Grünewald, Elke Drumm, Beate Rößling, Christine Seibert, Christiane Hack, Regina Weber und Ursula Klein.
Bereits im ersten Pokalspiel konnte ein beachtlicher Erfolg erzielt werden. Der Start in die Punktrunde gestaltete sich überraschend mit 10:0 Punkten und 25:2 Toren. Am Ende der ersten Runde konnten wir auf einen stolzen 4. Platz mit 22:10 Punkten und 60:10 Toren zurück blicken.
Unangefochten wurde Lolita Pusch mit 55 Toren Torschützenkönigin. Diesen Titel konnte sie noch weitere 4 Jahre für sich in Anspruch nehmen, bevor sie im Sommer 85 ihren Rücktritt erklärte.
Die Platzierungen der folgenden Jahre:
Spielzeit 81/82 4. Platz unter Trainer Stadtmüller
Spielzeit 82/83 3. Platz unter Trainer Jos. Klein
Ilona Seel
Spielzeit 83/84 2. Platz unter Trainer Elke Franzreb
Spielzeit 84/85 2. Platz unter Trainer Elke Franzreb
Spielzeit 85/86 10. Platz unter Trainer Bernd Weber
 Bernd Franzreb
Spielzeit 86/87 7. Platz unter Trainer Bernd Franzreb
Den größten Erfolg konnte die Mannschaft in der Spielzeit 84/85 mit dem Aufstieg in die BEZIRKSLIGA verbuchen.
Besonders stolz sind wir auf das Erreichen des Halbfinales im Bezirkspokal im Spieljahr 86/87, sowie auf den beachtlichen 7. Platz.
Dass die Damenmannschaft manche Höhen und Tiefen gut überstand, ist mit ein Verdienst unseres Betreuers und Abteilungsleiters, Bernd Volker Keßler, der nicht nur für den reibungslosen Spielablauf sorgt, sondern auch für die Probleme der Damen stets ein offenes Ohr hat.

Die Jugendarbeit bei der DJK SG Eintracht Kaiserslautern

 Fußball, bei der SG Eintracht, die Sportart Nr. 1 machte bald von sich reden.
Unsere beiden aktiven Mannschaften kamen durch Leistungssteigerungen alle Jahre zu besseren Platzierungen. Der Aufstieg der 1. Mannschaft in die nächsthöhere Klasse blieb ihnen versagt. Einmal gegen die punktgleiche Mannschaft aus Otterbach wurde mit 2:1 Toren verloren.
Doch unverzagt wurde alle Jahre wieder um die Meisterschaft gerungen. Dabei war die Mannschaft spielerisch durchaus in der Lage gegen höherklassige Gegner zu bestehen. Dies zeigte sie u.a. in einem Freundschaftsspiel beim Nachbarverein und Meister der A-Klasse, den sie besiegte.
Besonderes Augenmerk legte der Verein auf die Jugendarbeit.
Bereits in der Verbandsrunde 56/57 wurde die A-Jugend Erster und die B- und C- Jugend Zweiter. Auch in den nächsten Jahren konnten unsere Jungs vordere Tabellenplätze belegen.
Die  „ Internationalen Südwestdeutschen Schülerturniere“ waren weit über die Region beliebt und bekannt. Mannschaften aus der Schweiz, Belgien und Frankreich, sowie bekannte deutsche Jugendmannschaften waren bei uns zu Gast. Sie wurden von 1955 / 59 jährlich mit großem Erfolg durchgeführt.
Vor dem Punktspiel gegen Schmalenberg das mit 6:0 (4:0) einen deutlichen Erfolg brachte.
23.9.56
1.Mannsch.v.li.: Lenhard Karl, Krause Klaus, Widberger Jürgen, Lenz Gerd, Ulrich Norbert,
  Hoffmann Günther, Schneider Ludwig, Scheen Hermann, Kerbstatt Heinz,
  Schlicher Hermann
[Bild folgt]

Ehrenvolle Auszeichnung

Kaiserslautern. Zweifellos zählt die Sportgemeinschaft Eintracht Kaiserslautern zu den rührigsten Vereinen auf dem Gebiet des Jugendfußballsports. Als einzigem Verein des Kreises wurde nunmehr der C – Jugendmannschaft der SG Eintracht die Fairneßurkunde des DFB für das Verbandsjahr 1956/57 verliehen.

Die Eintracht hat auch diesmal wieder drei Jugend- und Schülermannschaften für den Spielbetrieb gemeldet. Außer den Verbandsspielen hat die Eintracht im letzten Spieljahr ein großes Schülerturnier, an dem sich Mannschaften aus der Pfalz und der Saar beteiligten, durchgeführt.
Am kommenden Sonntag führt die SG Eintracht einen Jugendklubkampf mit vier Mannschaften gegen den ASV Landau durch.

 

 

 

Nachdem 1960 der erste Bürgermeister der Stadt Kaiserslautern das Amt des Vorsitzenden von Josef Schneider übernahm, wurde in der Hauptversammlung des gleichen Jahres Richard Vollmer 1. Vorstand des Vereins. Jugendleiter blieb Steiner Karl-Heinz.

1961 Umzug vom Waldschlösschen zum Sportplatz an der Entersweilerstraße.

In den folgenden Jahren spielte unsere 1.Mannschaft weiter in der Spitzengruppe der Kreisklasse. Der Aufstieg aber blieb ihnen versagt.

Auch die bisherige erfolgreiche Jugendarbeit konnte nicht, wie erwartet, über die nächsten Jahre fortgesetzt werden. Einige Jahre wurden die Punktspiele im Kreis ohne Eintrachtjugendmannschaften ausgetragen. Unter Edmund Haffner, der das Amt des Jugendleiters bis 1977 begleitete bildeten sich wieder Jugendmannschaften, die am Spielbetrieb teilnahmen. In dieser Zeit konnte die Jugendabteilung meistens Jugendmannschaften von A-bis E-Jugend zu den Meisterschaftsspielen melden.

Unsere „alten Herren“-Fußballabteilung besteht bereits seit 1955 und ist mit dem Verein aufs engste verbunden. Seither hat sie sich überall Freunde erworben und unterhält mit namhaften Vereinen sportliche und kameradschaftliche Beziehungen.

            Bauvorhaben abgeschlossen 1977

 

  1. Kaiserslautern

Nach Überprüfung der Schlussrechnung konnte das Bauvorhaben der Sportgemeinschaft SG Kaiserslautern Eintracht (Sportplatz 68 x 105 Meter mit Flutlichtbeleuchtung) nach Mitteilung der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz jetzt abgeschlossen werden. Der Verwendungsnachweis ist anerkannt und die dem Bauträger noch zustehenden Landesmittel in Höhen von 22.000 Mark sind zur Zahlung angewiesen. Insgesamt gab das Land Rheinland-Pfalz einen Zuschuss in Höhe 112.00 Mark zu diesem Projekt. Damit steht vorallem dem Fußball-, Handball- und Leichtathletiksport eine weitere, voll funktionstüchtige Sportstätte zur Verfügung.

   Fußballer reisten nach Pompeji

 

  1. Kaiserslautern

Zum Abschluss einer langen und erfolgreichen Saison, die sie mit einer Reihe namhafter Gegner aus der Pfalz und dem Saarland zusammenführte, reiste die AH-Mannschaft der SG-Eintracht zu einem Treffen gegen eine Prominentenelf in Pompeji.

In mehreren internationalen Begegnungen hat sich die AH der SG Eintracht bereits bewährt. So unter anderem in Newham, wo sie aus Anlass der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde die ersten Lauterer Sportbeziehungen gegen den dortigen Stadtmeister knüpfen. Weitere Sympathien erwuchsen dieser reiselustigen Truppe aus Kaiserslautern beim letzjährigen Saisonabschluss in Paris. In diesem Jahr gelang es, eine Reise nach Pompeji, der projektierten Partnerstadt, zu arrangieren, was weitgehend dem unermüdlichen Engagement von Abteilungsleiter Günther Karch zuzuschreiben ist.

Auf dem Programm der viertägigen Reise standen nicht alleine die Begegnungen auf dem grünen Rasen, die Fußballer reisten zugleich in die kulturelle Vergangenheit, die durch Besichtigungen für sie wieder lebendig wurde.

 

Bilanz der Alten Herren: Ausgetragene 57 Spiele – gewonnen 39 – 8 verloren – 8 endeten unentschieden. Torverhältnis: 132 : 63

Als Botschafter für Kaiserslautern versteht sich die AH-Mannschaft der SG Eintracht, die sich gern und oft in fernen Landen befindet. Besondere Bindungen hat man zur Fußballmannschaft der Polizei Pompeji (siehe auch: unser Bild). Jetzt werden auch die Pompeianer an Pfingsten in Kaiserslautern erwartet. Im übrigen spielte die Mannschaft bereits im Stadion von Westham United und auch schon in Paris. SG-Eintracht-Vorsitzender Adolf Burger will vom Reisen in diesem Jahr allerdings nichts wissen. Erst muss der Sportplatz ausgebaut sein, dann kann es wieder losgehen.

Leichtathletik

Die 1954 aus der Taufe gehobene Leichtathletikabteilung trat 1955 erstmals in Erscheinung. Die aus Fußballern bestehenden Läufer nahmen am Stadtstaffellauf teil. Dabei belegten die Aktiven, sowie die A- und B-Jugend jeweils den 3.Platz. Hoffnungsvolles Abschneiden der Jugendlichen bei den deutschen Waldlaufmeisterschaften 1956 in Haßloch.

Bei den Kreiswaldlaufmeisterschaften 1956 in Landstuhl errangen im Einzel- und in der Mannschaft die Eintracht zweimal Rang 1 und dreimal Rang 2. 1957 in Lambsborn viermal Platz 1. Bei den Kreiswaldlaufmeisterschaften im Buchenloch erliefen unsere jungen Mädels dreimal den ersten Platz.

Kreismeisterschaft 1958: A-Jugend – 1500m – 1. Norbert Thines

Abendsportfest der TSG: A-Jugend – 1500m – 1. Norbert Thines

Kreisschülersportfest 1958: 5x Platz 1 für die DJK SG Eintracht

DFB-Jugendtag: 5.7.1958 im Buchenloch.

Ergebnisse der Eintracht-Jugend:

3x Erster bei den Staffelläufen, sowie 2. und 3. Plätze.

Auswahlspiele mit Eintrachtbeteiligung.

Für hervorragende Jugendarbeit wurde die DFB-Urkunde an den Jugendleiter der SG Eintracht Karl-Heinz Steiner verliehen.

DFB-Jugendtag 1959 im Buchenloch: 3x Platz 1 bei A- bis C-Jugend / Fußballtennis: A-Jugend – 1. SG Eintracht

Tischtennis

Die im Jahr zuvor gegründete Jugendtischtennismannschaft trat erstmals 1958 am „Tag der Sportjugend“ an die Öffentlichkeit. Ein Kräftmessen gab es gegen den Nachwuchs des PSV Kaiserslautern in der Landwirtschaftshalle. Beim Sportfest der Diözese Speyer und Freiburg 1958 im Landauer Stadion erzielten sowohl die Aktiven wie auch die Jugend hervorragende Platzierungen.

Damen-Einzel: 1.Wiebelt H. – Damen-Doppel: 1.Wiebelt / Staab

Bei der männlichen A-Jugend wurde unter 64 Teilnehmern Wolfang Mainz Erster. Im Doppel errangen Mainz / Nicklis den 2.Platz.

 

 

Jugend warb neue Freunde für den Sport

Nur mehr Zuschauer hätte man sich „Tag der Sportjugend“ gewünscht

 

Kaiserslautern. Mit viel Begeisterung waren Jungen und Mädel am Tag der Sportjugend am Samstag auf dem Messeplatz und in der Landwirtschaftshalle bei der Sache, sodass die leider nur ungefähr 800 Zuschauer in allen Sportarten spannende und begeisternde Kämpfe sahen. Manchmal litten die Leistungen wohl etwas unter den nicht gerade idealen Bodenverhältnissen der provisorischen Plätze, aber das machte der Jugend nichts aus. Die Fußballer der SG Eintracht und des 1.FCK, die Handballer der TSG und die Hockeyspieler des 1.FCK und der TSG zeigten ebenso wie die Fußballer des TFC und die Basketballer des 1.FCK, dass in den Kaiserslauterer Sportvereinen mit großem Idealismus und viel Fachkenntnissen die Jugend in den einzelnen Sportarten ausgebildet wird.

Besondere Anziehungspunkte bildeten auf dem Messeplatz die Vorführung der Judokämpfer des PSV und der jungen Schwerathleten der TSG, die sich beide bei dieser Gelegenheit bestimmt manche neue Freunde erworben haben. Aber auch die Turnerinnen und die Volksgruppe erhielten viel Beifall.

In der Landwirtschaftshalle war inzwischen der provisorische Ring der Nachwuchsboxer des 1.FCK dicht umlagert und eine anschauliche Zuschauerzahl bewunderte gleichzeitig die Vorführungen der jungen Radsportler des ARKB und anschließend die Spiele des Tischtennis-Nachwuchses des PSV und der Eintracht.

Das schöne Wetter half mit dazu, um diese Veranstaltung des Stadtverbandes für Leibesübungen zu einem vollen Erfolg werden zu lassen und mancher Vater und manche Mutter werden einen Anreiz erhalten haben, ihre Kinder zur körperlichen Ertüchtigung in einen Sportverein zu schicken. Damit dürfte diese Veranstaltung auch gleichzeitig den Zweck erfüllt haben, den der Vorsitzende des Stadtverbandes, Studienrat Koch, in seiner Begrüßungsansprache herausstellte.